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Jeden morgen ein Türchen. Das ist heute nicht anders als vor 25 Jahren. Ich brauche keine Deko, keinen Weihnachtsbaum, aber ohne Adventskalender geht zur Vorweihnachtszeit gar nichts. Irgendwann komm ich dann kaum noch hinterher so schnell verfliegen die Tage im Dezember und ich muss mir dann mehrere Schokoteilchen nachträglich in den Mund stopfen. Doch noch steh ich täglich davor, mein Freund war immer schon da, dann brauch ich nicht suchen, sondern schau wo sein Türchen offen ist und zieh bei meinem nach.

Letzte Woche hat mir ein Freund erzählt, ich solle mir doch mal die Webseite der Stadt Offenbach anschauen. Sie hätten gerade ein Projekt fertiggestellt. 5 Fotos seien auch von ihm. Was war es? Ein virtueller Adventskalender. 24 fotografierte Hauseingänge, hinter jeder Tür die Geschichte zu einer der Kirchen in Offenbach. Das gefiel mir. Zu erwarten ist es wohl nicht, aber ich guck täglich nach, ob nicht vielleicht die Friedhofskappelle dabei sein könnte, in der ich getauft wurde, weil die richtige Kirche zu dieser Zeit wegen Renovierung geschlossen war. Ich lege ja nicht viel Wert auf Religiosität, ich bin bekennende Agnostikerin, aber in einer Friedhofskapelle getauft worden zu sein hatte mir immer schon gut gefallen.

Als ich dann gestern Nachmittag auf einen weiteren Online-Kalender stieß, beschloss ich mich im Netz ein wenig umzuschauen. Ich fand wenig schönes und viel hässliches. Einen Adventskalender zu haben scheint wohl vielen Städten und Institutionen wichtig, aber ob er dann wirklich auch was taugt, das interessiert sie dann nicht mehr. Die Funde gibt es die nächsten Tage hier. Ist eigentlich ein bisschen spät für, aber vielleicht reichen die Adventskalender dann sogar bis zum 24. Dezember. Der gestrige (herzzerreißende) Fund ist auf jeden Fall für den 24. prädestiniert.