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irgendwas müssen sie ja machen, die pop-autoren von gestern. irgendwann ist man mitte 30, anfang 40, und was dann? über berlin gibts nix mehr zu schreiben, alle partys sind besucht, alle länder bereist. soll man jetzt in rente gehen? als pop-opa? oder etwa anfangen mit lyrik? wär ja auch was.
nein. der popautor von gestern ist der magazin-herausgeber von morgen. erst machte es uns florian illies mit dem zeitgeistigen monopol vor und jetzt ziehen christian kracht und eckhart nickel mit der literaturzeitschrift "der freund" nach. dieser freund verweigert sich (ein bisschen, holla koketterie!) dem zeitgeist und kommt ganz ohne bilder daher, die autoren sind ja auch schon eine popautoren-generation älter als der illies, da wird man ruhiger und erscheint bei springer. allegra ist tod, es lebe der freund. überrascht es wirklich, dass dieses projekt, mit kracht, bei springer...?
was solls, es gibt also mehr auswahl in gut sortierten zeitungsläden und bei der welle an magazin-neugründungen, kann man gespannt sein, was als nächstes kommt. was macht eigentlich benjamin von stuckrad-barre?

es schreibt zu monopol die taz, die wams und die jungle world
es schreibt zum freund die berliner zeitung und der tagesspiegel
andreaffm meinte am 25. Sep, 14:14:
der stuckrad-barre schreibt im freund (s. 120) ungnädiges über kaminer.