Ein Tisch mit roter Tischdecke, eine hohe Stehlampe mit gefächertem Schirm, die Bühne ist bereit: Rocko kann kommen! Vor ausverkauftem Haus erscheint Rocko Schamoni, das Haar adrett frisiert, schwarze Hose, schwarzes Sakko, schwarzes Hemd. Nichts deutet auf den Punk, der er einstmals war, damals als Teenager, in dem 5000-Seelen-Dorf an der Ostsee.
King Rocko hat seine eigene Lebensgeschichte aufgeschrieben, bei Rowohlt wurde "Dorfpunks" verlegt, im Frankfurter Mousonturm nahm nun seine Lesereise ihren Auftakt. "Ich komme von der Ostsee, ich war SH-Punk. SH steht für Schleswig-Holstein." Mit diesen Worten begann das Buch, so beginnt auch die Lesung.
Doch der Autor ist krank, Vogelgrippe behauptet er, doch wer ihn kennt, weiß das vieles, was er sagt und macht, mit einem Augenzwinkern zu nehmen ist. Auf dem Tisch steht heißes Wasser bereit und Rum für einen Grog als "Medizin", weiterhin Bier und Wasser und bald liegt der Tisch voller Zigarettenkippen und alles wird durcheinander während der Lesung nebenbei konsumiert. Erst Grog, dann Bier, dann Wasser und dann immer wieder eine Zigarette und weil er doch krank ist, wird dann noch kräftigst ins Taschentuch geschnäuzt, kein Ende scheint das zu nehmen. So ist Rocko Entertainer seiner selbst, Rahmenprogramm und Inhalt zugleich.
Wenn er liest, sind es Szenen seiner Kindheit und Jugend: Über das Dorf in das seine Eltern zogen als er noch klein war, über die Zeit der Pubertät, als aus dem Kuhmelker-Jungen langsam ein Punk wurde, der sein Mofa frisierte und Schwarzpulver selbst bastelte. Von der Liebe zu AC/DC und der Erkenntnis eines Schüleraustauschs in England, dass dort die Punk-Zeit längst schon tot war, während sie auf dem Dorf doch erst begonnen hatte.
Bald wird er der Enge entfliehen, um in Hamburg sein Ding zu machen. Allerdings immer jenseits des Mainstreams, vielen ist Rocko Schamoni mehr als Musiker bekannt oder als Entertainer des "Studio Brauns" oder als Mitbesitzer des legendären "Golden Pudel Klubs" in Hamburg. Von diesen Zeiten liest er nichts. Das darf man selber lesen.
Rocko hat viele Leben, zur Zeit ist er Autor, und wie es sich für solch einen gehört sitzt er im Rampenlicht und liest, auch wenn man sich manchmal wünschte, er würde aufspringen und zur Gitarre zu greifen, statt ins Taschentuch zu schnäuzen. Eines muss man ihm jedoch lassen, egal, was er gerade macht, er macht es immerhin charmant.
King Rocko hat seine eigene Lebensgeschichte aufgeschrieben, bei Rowohlt wurde "Dorfpunks" verlegt, im Frankfurter Mousonturm nahm nun seine Lesereise ihren Auftakt. "Ich komme von der Ostsee, ich war SH-Punk. SH steht für Schleswig-Holstein." Mit diesen Worten begann das Buch, so beginnt auch die Lesung.
Doch der Autor ist krank, Vogelgrippe behauptet er, doch wer ihn kennt, weiß das vieles, was er sagt und macht, mit einem Augenzwinkern zu nehmen ist. Auf dem Tisch steht heißes Wasser bereit und Rum für einen Grog als "Medizin", weiterhin Bier und Wasser und bald liegt der Tisch voller Zigarettenkippen und alles wird durcheinander während der Lesung nebenbei konsumiert. Erst Grog, dann Bier, dann Wasser und dann immer wieder eine Zigarette und weil er doch krank ist, wird dann noch kräftigst ins Taschentuch geschnäuzt, kein Ende scheint das zu nehmen. So ist Rocko Entertainer seiner selbst, Rahmenprogramm und Inhalt zugleich.
Wenn er liest, sind es Szenen seiner Kindheit und Jugend: Über das Dorf in das seine Eltern zogen als er noch klein war, über die Zeit der Pubertät, als aus dem Kuhmelker-Jungen langsam ein Punk wurde, der sein Mofa frisierte und Schwarzpulver selbst bastelte. Von der Liebe zu AC/DC und der Erkenntnis eines Schüleraustauschs in England, dass dort die Punk-Zeit längst schon tot war, während sie auf dem Dorf doch erst begonnen hatte.
Bald wird er der Enge entfliehen, um in Hamburg sein Ding zu machen. Allerdings immer jenseits des Mainstreams, vielen ist Rocko Schamoni mehr als Musiker bekannt oder als Entertainer des "Studio Brauns" oder als Mitbesitzer des legendären "Golden Pudel Klubs" in Hamburg. Von diesen Zeiten liest er nichts. Das darf man selber lesen.
Rocko hat viele Leben, zur Zeit ist er Autor, und wie es sich für solch einen gehört sitzt er im Rampenlicht und liest, auch wenn man sich manchmal wünschte, er würde aufspringen und zur Gitarre zu greifen, statt ins Taschentuch zu schnäuzen. Eines muss man ihm jedoch lassen, egal, was er gerade macht, er macht es immerhin charmant.
tinowa - am Mittwoch, 9. März 2005, 16:01 - Rubrik: Wohnzimmer