wie mir die ausstellung gefallen würde:

so ist sie wohl auch, aber nicht nur. ab dienstag im städel.
immer wieder erscheint (ob beim städel selbst, als auch in den berichterstattungen zur ausstellung) das bild „betty“ von gerhard richter. In öl auf leinwand gearbeitet, erinnert es eher an aktuelle modefotografie. das oberteil, welches betty trägt, ähnelt einer hippen jacken-reihe, die letztes Jahr in den h&m-filialen angeboten wurde und dadurch wirkt das 1988 entstandene Bild ungemein aktuell. als die ausstellung in den USA gezeigt wurde, waren es besonders die arbeiten, die die verarbeitung des nazi-erbes beinhalteten, die von interesse waren (anselm kiefer, gerhard richter usw.). in frankfurt scheint das interesse an den gegenwärtigeren fotoarbeiten einen fokus zu bilden. im erdgeschoss geschichtsstunde mit beuys, penck und immendorff, oben fotografie mit bechers und deren schülern.

so ist sie wohl auch, aber nicht nur. ab dienstag im städel.
immer wieder erscheint (ob beim städel selbst, als auch in den berichterstattungen zur ausstellung) das bild „betty“ von gerhard richter. In öl auf leinwand gearbeitet, erinnert es eher an aktuelle modefotografie. das oberteil, welches betty trägt, ähnelt einer hippen jacken-reihe, die letztes Jahr in den h&m-filialen angeboten wurde und dadurch wirkt das 1988 entstandene Bild ungemein aktuell. als die ausstellung in den USA gezeigt wurde, waren es besonders die arbeiten, die die verarbeitung des nazi-erbes beinhalteten, die von interesse waren (anselm kiefer, gerhard richter usw.). in frankfurt scheint das interesse an den gegenwärtigeren fotoarbeiten einen fokus zu bilden. im erdgeschoss geschichtsstunde mit beuys, penck und immendorff, oben fotografie mit bechers und deren schülern.
tinowa - am Freitag, 10. September 2004, 14:46 - Rubrik: Arbeitszimmer
in der ausstellung werden die portraitierten auf alten bildern um metallene prothesen ergänzt. die stützen doppelkinn oder verbinden augenbraue mit dem ohr, fast wie implatate. beim gang durchs haus fühlt man sich vielleicht an
im 19. jahrhundert gab es charcots "hysterikerinnen"-fotografien. um die extremen verrenkungen bei ausbrüchen dieser "hysterikerinnen" deutlich ablichten zu können, mussten die posen in gestellen fixiert werden. nur so konnten diese trotz der langen belichtungszeit abgebildet werden. die gestelle wurde später aus den bildern wegretuschiert. männer hätte schinwald auch gern auf seinen fotografien gezeigt, nur gefunden habe er keine, die sich schlangenartig auf einem seiner bilder verknotet hätten. so bleiben es wieder nur die "schönen", mit modeassecoires verzierten, die sich ästhetisch ins bild biegen.
wie das pförtnerräumchen des ehemaligen polizeireviers, indem jetzt das "trudi sozial" mit seinen salon-samstagen gezogen ist.
oder die lesungen, die in dem überkitschten friseursalon, den "liebesdiensten", veranstaltet werden. eng ist es dort und man kommt mit dem eben noch fremden nachbarn ins gespräch. kann man auch kaum vermeiden, da man sich sonst noch auf fuß oder hand tritt. minikommunikationsstuben.