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Arbeitszimmer

ein nebenschauplatz auf der buchmesse mit viel zuspruch. samstag morgen im belletristik-forum. lesung von blogs:
lesung1
lesung2
lesung3

koreavorschau auf korea
bookfairrolltreppenleute
setlursabrina setlur: hektik bei eichborns

jedes jahr zur gleichen zeit die gleiche malade. wenn abends die füsse schmerzen, der kopf müde dank des alkohols einer verlagsparty zu der man kam, obwohl die begleitung schon drinnen, aber gottseidank der nette türsteher noch aus alten zeiten gut bekannt. nach dem jährlichen karassek und radisch gucken, zumindest ein sushi-teilchen ergattert, ziemlich angeheitert auf hohen absatz den weg nach hause gesucht, da schon ganz früh morgens die arbeit auf einen wartet. interview transkribieren und tippen, tippen, tippen. und abends auf hohen absatz wieder durch die gegend wippen.

q29vorhin kam er vorbei und fragte mich, wieviele minipops ich denn geraten hätte. ich sagte: "häh? minipops. was issn das?". darauf seine erkenntnis, dass er das gar nicht von mir gehört haben kann, aber es von irgendsonen blog hätte, zum runterladen als excel-datei. also schnell "minipop quiz" in google getippt und beim erstbesten blog das ding runtergeladen. danke /blog !
q34und nach recherche ein weiteres minipop-quiz im netz gefunden, bei radio times.
ich kam bei der excel-version immerhin auf 35. das ist wohl leicht zu schlagen. bei der excel-datei sind es hauptsächlich musiker, bei radiotimes geht es mehr um tv- und movie-grössen.

nachtrag: die minipops sind hier original her.

irgendwas müssen sie ja machen, die pop-autoren von gestern. irgendwann ist man mitte 30, anfang 40, und was dann? über berlin gibts nix mehr zu schreiben, alle partys sind besucht, alle länder bereist. soll man jetzt in rente gehen? als pop-opa? oder etwa anfangen mit lyrik? wär ja auch was.
nein. der popautor von gestern ist der magazin-herausgeber von morgen. erst machte es uns florian illies mit dem zeitgeistigen monopol vor und jetzt ziehen christian kracht und eckhart nickel mit der literaturzeitschrift "der freund" nach. dieser freund verweigert sich (ein bisschen, holla koketterie!) dem zeitgeist und kommt ganz ohne bilder daher, die autoren sind ja auch schon eine popautoren-generation älter als der illies, da wird man ruhiger und erscheint bei springer. allegra ist tod, es lebe der freund. überrascht es wirklich, dass dieses projekt, mit kracht, bei springer...?
was solls, es gibt also mehr auswahl in gut sortierten zeitungsläden und bei der welle an magazin-neugründungen, kann man gespannt sein, was als nächstes kommt. was macht eigentlich benjamin von stuckrad-barre?

es schreibt zu monopol die taz, die wams und die jungle world
es schreibt zum freund die berliner zeitung und der tagesspiegel

bosniangirlWer in nächster Zeit durch Frankfurts Strassen wandert, kann auf folgendes Plakat treffen: Ein junge Frau ist dort abgebildet, die dem Betrachter ernst entgegenblickt, darüber stehen drei Fragen in linkischer Handschrift: No teeth...?, a Mustache...?, Smel like shit...? mit der Antwort darunter BOSNIAN GIRL!.
Dies ist keine antirassistische Plakat-Aktion, wobei das durchaus hätte sein können, scheint doch die Abgebildete das derbe Vorurteil offensichtlich zu widerlegen. Dieses Plakat ist Kunst im öffentlichen Raum.
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„Others and Dreams“, Arbeiten von Šejla Kameric bis zum 24.10.04 im Frankfurter Portikus

Das vormals verwilderte Grün zeigte sich nun als sommerlicher Biergarten, über den Gästen ein Dach aus Blättern des alten Ahornbaumes. In der Ecke eine weitere kleine Bar, an der heimelig weiße Rüschengardinchen herunterhingen, unter der Thekenfläche durch Neonröhren milchig erleuchtet. Am Zaun ist ein weißes Tuch als Leinwand improvisiert angebracht, für die Super8-Filme, die gezeigt werden. Auto-Lehrfilme aus den 80er-Jahren. Während auf der Leinwand ein hellgrüner R4 im Graben landet, wechselt die Musik, erklingt “Lili Marleen” und die Gäste an den Tischen, die sonst eher in Szenebars oder Großstadtcafés zu finden wären, fügen sich ein in das kitschig-harmonische Biergartenidyll. Es erinnert an ein unbestimmtes “Damals“, die 20er, 30er oder 50er Jahre, so ganz genau weiß man es nicht einzuordnen, beschrieben nicht die Großeltern so ihre Tanzabende in der Jugend? So, oder so ähnlich, irgendwie, egal, Hauptsache die Stimmung stimmt und die Nacht ist lau. mehr
lehrfilme2Zentrale Gartenwirtschaft, Sa und So 14-23 Uhr am HBF - Hauptbahnhof Offenbach, Bismarckstr. 146

so. eben zum ersten mal ärger wegen eines artikels bekommen. von höchster stelle, was heisst: "zu flapsig" geschrieben. da war zuviel kritik an der ausstellung drin und zuwenig beschreibung der schönen kunstwerke. man(n) habe dort selbst der vernissage beigewohnt und könne die wichtigkeit des dort gezeigten nur betonen. was ich ja viel zu wenig gemacht habe. hätt ich nur mal...

gleich im anschluss hab ich dann schnell noch die yves klein-besprechung überarbeitet. es bleiben dezente andeutungen des ursprünglich gemeinten. wobei mir immerhin zu sagen bleibt: das blau ist wirklich beeindruckend!

newstitel das ist sie nun: sie sieht ganz nett aus, viel besser als der titel erwarten lies. das lustige: frankfurt wird angepriesen, als ob hier von einer fremden stadt berichtet würde. es sind ja wohl eher die zugezogenen redakteure für die die stadt neuland ist. aber egal, sie ist bunt, die texte sind schnell überflogen, es gibt tatsächlich eine weblog-seite, allerdings zusammengestellt von myblog und 20six. ansonsten bei allen artikeln bezüge zum internet, links allüberall. mal sehen wie es da noch weitergeht.
eine webseite gibt es auch, wobei ich es spassig finde, dass bei den ersten drei seiten flashige textfenster aus der zeitungsseite hochpoppen. weitere artikel aus den ressorts gibt es im gewohnten artikel-format, wie bei anderen zeitungen auch.
es schreibt dazu die taz, fr oder SpOn. bei blogbar wird in den kommentaren diskutiert.

welchen deutschsprachigen gegenwartsautor hätten sie denn gerne? und wird er ausserhalb deutschlands sonstwo noch gelesen? nein? na dann nehmen sie doch noch einen weiteren dazu, vielleicht hilfts ja dann.
meinecke thomas meinecke liest aus seinem neuen Buch

literaturbiennale im literaturhaus frankfurt. 40 internationale verleger, 10 autoren, 3 tage und 1 preisverleiheung.