es ist kurz vor weihnachten und wieder ist sie da - die lästige suche nach geschenken.
für meine kleine nichte gibt es das geschenk quasi schon seit letztem jahr. eine kleine geschichte, doch der löbliche vorsatz ein kinderbuch zu basteln, scheiterte am mangel an zeit.
dieses jahr mach ich mich also wieder ran. wenn ich es jetzt nicht packe, dann ist sie nächstes jahr eindeutig zu alt für das geschenk, also bin ich in meinen freien minuten am scribbeln. gut, dass die geschichte ganz kurz ist.
tinowa - am Dienstag, 7. Dezember 2004, 10:01 - Rubrik: Wohnzimmer
tja, dann lag da dieses ding auf meinem auto. was machen, wenn man so was findet? liegen lassen ging nicht, schliessllich wollte ich doch gerade mit dem auto wegfahren. und wenn der besitzer zurückkommt und dort sucht, wo er das gute ding ausgezogen hat? müsste er es nicht längst schon vermissen?
tinowa - am Freitag, 26. November 2004, 10:15 - Rubrik: Wohnzimmer
Nicht mein liebstes, sondern mein schönstes Buch ist eindeutig Winnie The Pooh von A.A. Milne von Methuen, London
Winnie the Pooh wurde 1926 von Methuen in England herausgegeben. Die Illustrationen dieser Ausgabe stammen von E.H. Shepard. Dieser von Shepard kreierte Winnie Pooh bestimmt noch bis heute die Vorstellungen der Leser, da die viel spätere Disney-Adaption sehr nah an den Original geblieben ist und in ihr leben die Original-Illustrationen bis heute weiter, da wohl die meisten den Bären aus Disney-Filmen und Büchern kennen. Ich selbst habe Winnie Pooh als Kind als Zeichentrickfigur erlebt, erst viel später wurde mir bewusst, dass diese Figur aus dem Kinderbuch von A.A. Milne stammte. Bei der Buchmesse 2001 blieb ich in der Halle der Internationalen Verlage bei einer Verlagsnische hängen, da mein Blick von einem kleinem fast unscheinbar wirkenden Buch angezogen wurde. Es war ein dünner Band in Hardcover, in dunkelgrünen Leinen gebunden.
Von einem schmalen goldenen Band gerahmt, zierten zwei zierliche altmodisch wirkende Zeichnungen von einem Kind und einem Teddy, beide gleichfalls in Gold von dem dunklen Grün abgesetzt, die Vorderseite des Buches. Das Buch ist, obwohl nur ein schmaler Band, erheblich schwerer als vermutet. Die Oberseite der Seiten ist vergoldet, zur Seite und nach unten, d. h. dort, wo Kinder- oder Erwachsenhände am meisten beim Lesen hinfassen, bleiben die Außenkanten der Seiten jedoch weiß. Das Buch liegt nicht nur wegen seiner Schwere gut in der Hand, auch das Papier, genauer gesagt, das schwere aber dennoch glatte Papier, welches sehr akkurat gerade gebunden ist, lässt mich das Buch gerne in die Hand nehmen und durchblättern.
Schlägt man den Buchdeckel auf, ist dort eine gezeichnete Landkarte. Der Ort der Handlung wird dem Leser dort gleich zu Anfang vorgestellt, ergänzt mit den Namen der im Buch auftretenden Protagonisten, die wie von Hand geschrieben neben den entsprechenden Orten auf der Karte markiert sind. Auf der Seite auf der auch Verlag und Erscheinungsort stehen wird erläutert, dass diese Ausgabe ein Faksimile der Original-Ausgabe von Milne ist, so wie sie 1926 herausgegeben wurde, dies gelte nicht nur für Text und Illustrationen, sondern auch für die Art der Bindung. Der Satz des Textes ist sehr klassisch im Blocksatz gesetzt, auch die Abstände der Innen- und Außenstege ergeben den goldenen Schitt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Nummerierung ("CHARTER IV"), darunter folgt der Titel. Dieser Teil ist komplett in Versalien gesetzt. Der Kapiteltext beginnt mit einer Initiale über drei Zeilen. In den Text sind fortlaufend zarte schwarz-weiße Illustration gesetzt, manchmal geht die Illustration auch über die ganze Seite. Die Kolumnenziffer ist auf der linker Seite außen, rechts daneben steht als lebender Kolumnentitel der Titel des jeweiligen Kapitel beide in stark vergrößerter Versalienschrift. Auf den linken Seiten stehen dort neben der Kolumnenziffer der Titel des Buches "WINNIE- THE-POOH". Dialoge sind leicht eingerückt, Lieder und Gedichte sind durch eine kleinere Schriftgröße gekennzeichnet. Dabei werden diese typografischen Vorgaben nicht statisch eingehalten, sondern gerade im Wechselspiel mit der Illustration passt sich der Schriftsatz dem Bild dynamisch an, z.B. bei der Geschichte, in der Winnieh Pooh in einem Loch stecken bleibt und alle Freunde eine Kette bilden, um ihn mit vereinter Kraft herauszuziehen. Die Zeichnung bildet einen U-förmige Figuration, die über beide Seiten geht und der Text wird nun, weit eingerückt an den Rändern, nur halb so breit wie auf den anderen Seiten, von der Zeichnung regelrecht umrandet. Ebenso gelungen wirkt die typografische Umsetzung von Lautsprache durch Kursiv-Setzen bei Betonungen, Gedankenstriche, wenn etwas langsamer oder gedehnt gesprochen wird oder Großschreibung ganzer Wörter, wenn diese laut gesprochen oder gar geschrieen werden.
Diese liebevolle, aufwendige und hochwertige Verarbeitung macht dieses Winnie The Pooh-Buch zu einem ganz besonderen Buch für mich. Allein das Durchblättern macht Freude, ich streiche gerne über die Oberfläche der Seiten oder über die glatte Fläche der Vergoldung. Auch wenn mir bewusst ist, dass die damit verbundene Sentimentalität bestimmt bei der Neuauflage dieses Faksimile intendiert war, so lasse ich mich gerne in das Bad der Sentimentalität fallen. Denn neben der Schönheit des Bandes, mag ich ja zudem die Abenteuer des Bären 'Winnie Pooh", die im Buch und mit den Original-Illustrationen einfach um ein vielfaches schöner sind als bei dem Disney-Pooh meiner Kindheit.
tinowa - am Donnerstag, 11. November 2004, 18:07 - Rubrik: Wohnzimmer
selbst wenn es wie jetzt draussen nieselt, ist es doch ein schöner herbst. es ist ende oktober, noch hängen blätter in den ästen. immer weniger werden es, während unten der boden von bunten laubteppichen bedeckt wird. letztes jahr war um diese zeit das laub schon längst gefallen. ausgedörrt von der hitze des sommers, hing ab ende september kaum noch ein blatt in den bäumen. doch der diesjährige herbst ist reich an gerüchen und farben. das laub riecht, ob von der wärme der sonne oder durch das nass des regens. zwischen dem laub liegen kastanien und eicheln, kleine eichhörnchen hüpfen von baum zu baum und man muss beim gehen durch parks aufpassen, dass die aufgeweichte hundescheisse noch vom matsch der wege zu unterscheiden ist. will man morgens vor die tür, muss man erstmal am fenster überprüfen, ob noch der pulli ausreichend ist oder schon der parka gebraucht wird. der regenschirm wird zum ständigen begleiter.
regenschirme sind etwas feines, allerdings musst ich mich erst von den spiessigen regegnschirm klischees meiner kindheit befreien: riesige familienschirme im rahmen von sonntäglichen spaziergängen oder den mittelalten frauen, die beschirmt ihren morgendlichen einkaufhetz durch die läden unternahmen, meine mutter inclusive.
mein regenschirm ist mir besonders lieb: er wurde damals als ich mit mitte zwanzig in thailand unterwegs war als sonnenschutz erstanden. knallrot ist er, mit kitschig schwurbeligen blumen darauf. unter dem dach wird alles rosarot, selbst im regen erscheint die welt rosa beleuchtet. der schirm schützt mich auch vor den schlecht gelaunten leuten auf der strasse. wenn es regnet haben es alle sehr eilig und ich selbst gehe geschützt von der schlechten laune und herbstdepressionen mit meinen schirm dem herbst entgegen.
tinowa - am Samstag, 30. Oktober 2004, 12:45 - Rubrik: Wohnzimmer
ich träume vom meer und weissen stränden mit einer kühlen brise, draussen kalt für den kühlen kopf und innen warm für das herz und die seele, wonnige massagen, heissem fango. ein buch in einer alten bibliothek lesen, während vor dem fenster das meer herbsttosend gen strand anspült. ich will in ein altes seebadhotel.
eigentlich ist das zur zeit finanziell nicht drin, aber wenn man in sich selbst investiert, rentiert sich das...
tinowa - am Montag, 11. Oktober 2004, 15:01 - Rubrik: Wohnzimmer
ich mag ja papageien sehr gerne. insbesondere wenn ich sie in freier wildbahn beobachten kann. da ist deutschland aber ein ganz falsches pflaster für, dachte ich. bis heute.
früh morgens lief im wdr eine sendung zu papageien, dabei wurden papageien-kolonien in köln und wiesbaden gezeigt.
es scheinen die gleichen zu sein, die ich aus indien kenne und in new delhi wird es im winter auch sehr kalt, somit würde das mit den kalten wintern hier wohl gehen.
im netz habe ich dazu einen exkursionsbericht gefunden, der von papageien und aras rund um düsseldorf und köln berichtet. und nach wiesbaden-biebrich werde ich wohl demnächst mal fahren müssen: zum vögel-gucken.
tinowa - am Freitag, 1. Oktober 2004, 09:40 - Rubrik: Wohnzimmer
durch ein starkes muskelzucken unsanft aus dem schlaf gerissen, mir daraufhin der eigenen sterblichkeit bewusst werden, während der schatten des vorhangs eine grinsende fratze an die decke zeichnet: ich hasse solche nächte.
tinowa - am Montag, 27. September 2004, 08:29 - Rubrik: Wohnzimmer
weil alle türen offen und es gar so hell erleuchtet war, hat es mich mittels licht-leitsystem aufs geschlechtlich konträre wc im schick & schön verschlagen. dieses war über und über mit scribbeln verziert, die zu entdecken, war den irrtum wert gewesen. zudem war dann auch noch der klodeckel nach unten geklappt, was ich löblich finde. wahrscheinlich geht da eh keiner zum pinkeln rein, denn einen extra raum mit urinalen gabs gleich eine tür weiter. und anbetracht dessen war es dann dort wiederum überraschend sauber.
tinowa - am Freitag, 10. September 2004, 01:52 - Rubrik: Wohnzimmer